Bildgeschichte

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Mein großes Bild 1,50 x ca.1,00 m , eine Herausforderung was die Verpackung betraf, per Post nach Offenburg versendet, heil angekommen. Hat einen wunderschönen Rahmen bekommen, da die Mitte ein dickes Fundstück enthält, jetzt hängt es im Besprechungsraum einer bekannten Instutition und trägt hoffentlich zu guten Gesprächsergebnissen bei. Dank an meine Tochter Juliane, die dies alles ermöglichte.  Das erste Photo zeigt die Verwendung des Verpackungsmaterials, eine afrikanische Matte…..

 

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Dies es Bild schmückt einen anderen Besprechungsraum…

 

 

 

 

 

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Abreisetag

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Letzter aufregender Tag einer langen Reise

Heute an unserem Abreisetag sitzen wir nach dem Frühstück auf unseren gepackten Koffern, die vielen Erlebnisse .die Abenteuer noch vor Augen,jeder Teilnehmer wird in seine eigene Welt zurückkehren. Was ich damals nicht wußte, was mich zuhause erwartete,das diese Reise von einem auf den andern Tag aus meinem Gedächtnis verdrängt worden.Am frühen Nachmittag erwarten wir unseren Reiseführer, der uns zum Flughafen in Doula begleiten wird. Wir warten vergeblich, er taucht nicht auf, nervös treten wir auf der Stelle, die meisten von uns haben noch einen Anschlußflug zum Heimatort. Wird das reichen fragen wir uns.Frage an der Hotelrezeption nach, sie mögen doch bitte sofort mit dem Reiseleiter Kontakt aufnehmen. Er ist nicht erreichbar. Das darf doch nicht wahr sein, denn er hat am Vorabend unsere Reisepäße für die Formalitäten eingesammelt. So können wir auch nicht auf eigene Faust mit einem Taxi zum Flughafen fahren, um einzuchecken.Endlich steht er vor uns, das Gepäck wird verstaut und wir sitzen etwas unruhig im Bus Richtung Flughafen, eine ziemlich weite Strecke.Wir sind aber noch nicht angekommen, auch noch eine Reifenpanne unterwegs, mit vereinten Kräften ein Reifenwecksel am Rande einer abfallenden Hauptverkehrsstrasse.jetzt wird es sehr knapp. Völlig durcheiander erreichen wir geraden noch unseren Rückflug nach Paris. Von dort zerstreut sich unsere Gruppe in alle Winde.

Picknick in Kamerun

Denkwürdiges Picknick unterwegs in Kamerun

Auf einer Anhöhe mitten im Nirgendwo hält unser Reisebus an.Weit und breit keine Häuser, keine Menschen, nichts nur trockenes gelbes Gras. Ein feines Lüftchen weht allerdings und macht die Hitze erträglich. Die Reisegruppe etwas ermattet von der langen Busfahrt. Niemand weiß was wir hier machen. Da ertönt die ziemlich laute Stimme unseres Reiseleiters, mürrisch und unwirsch,warum wir hier so herumstehen, wir solltengefälligst mit anpacken die Vorbereitung ein Picknick, ohne irgendwelche Sitzgelegenheiten, die älteren Semester schauen etwas ungläubig, Im Bus befinden sich große Plastikeimer, Dosen, Geschirr, Utensilien, die auf dem Boden ausgebreitet werden. Keiner hat eine Ahnung, wie das hier gemacht wird. Wir sind alle recht hungrig, dann fertigt der Reiseleiter die Mitreisenden mit Getränken ab. Ungehalten beginnt er , die Vorbereitungen zu treffen, alle hält er sich vom Leibe, so sitzen einige , andere stehen untätig um ihn herum, er spricht kein Wort mit uns, als ob wir nicht dazugehören.Die Erwachsenen stehen wie die dummen Kinder, trauen sich nicht etwas zu sagen.Beobachte seine Geschäftigkeit, nehme mir vor, mich über sein ungehobeltes dämliches Benehmen zu beschweren, Nicht jetzt, nicht hier,er wirk wieder agressiv.Er versucht mit wenig Erfolg gerade eine Konservendose zu öffnen, reiche ihm schweigend mein Schweitzer Taschenmesser mit einem Dosenöffner. Als einzige werde ich akzeptiert, ihm dann doch zu helfen, welch einPrivileg.Wortlos bereitet er leckere Salate zu, frisches Obst, französisches Weißbrot, tischt Wurst und Käse auf, es sieht alles sehr lecker aus, was er hier organisiert hat, die Leute sind verwöhnt, aber natürlich nicht gewohnt auf dem Boden zu hocken, ohne Tische und Stühle zu essen. Schweigend essen wir dann alle die Leckereien, vertreten uns noch etwas die Beine, solange ich ihm behilflich bin, alles sauber zu hinterlassen,den angefallenen Müll mitzunehmen. Danach scheucht er alle wieder in den Bus. Satt und abgefertigt hängen die Leute in ihren Sitzen, der Bus fährt weiter, eingehüllt in Staub und Hitze hängen alle ihren Gedanken nach, nur die „ Perlhühner „ streiten sich über den Tagebucheintrag.

Vergangenes

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Kamerun- Charifluß, Grenze zum Sudan

Der arabisch geprägte Norden, karge trockene Ebenen am Fluss geschäftiges Treiben, in Booten Waren ein oder ausgeladen, ein wichtiger Transportweg für Menschen.

In einem kleinen Dorf, ein Stopp. Hier wird arabisch gesprochen,unser Reiseleiter murmelt einen Satz, tut so als spreche er die Sprache, doch eine höfliche Begrüßung mit Respekt hört sich anders an und dauert, ein paar gemurmelte Worte reichen nicht aus. Wir die Touristen stolpern in die Privatsphäre dieser Menschen. Gewisse hygienische Vorsichtsmaßnahmen sollten beachtet werden.Unsere angeblich vielgereisten „ Perlhühner“  wollen doch tatsächlich sich mit Seife an dem bereitstehenden Trinkwasser die Hände waschen. Entsetzt über ihre Unwissenheit kann ich sie gerade noch davon abhalten,o hne zu fragen hätten sie dies getan, ohne nachzudenken, wie kostbar hier jeder Tropfen Trinkwasser zum Überleben notwendig.

Eines Morgens nach unbequemer Nacht in einem Camp, herrscht in unserer Reisegruppe keine so gute Stimmung, so mache ich einige Schritte vor das Tor, was ich da beobachtet habe , hat sich in mein Gedächtnis tief eingegraben. Muss zusehen, wie ein Mann auf einen Jungen eindrischt und wütend mit den Füßen traktiert, dieser schreit jämmerlich, ich kann hier als fremde Frau nicht eingreifen, bzw. mich einmischen. Entsetzlich,zuzuschauen, bis endlich eine Frau aus dem Haus rennt und den Jungen befreit und mit sich ins Haus zieht. Kinder und Jugendlichesind solcher Gewalt immer wieder ausgesetzt, und dagegen machtlos. Der Vorfall geht mir lange nach.

Weihnachten – Armut??

das läßt uns nachdenken über die Welt, da besonders dann die vielen Spendenaufrufe uns aufrütteln, jedes Jahr, als ob es nicht das ganze Jahr über Berichte über das Elend der Welt gäbe. 

Armut- vielfältiger Art

Gibt es überall, sogar in einem reichen Deutschland, offiziell natürlich nicht, wie armselig. Es mangelt an sehr vielen Dingen, die eigentlich selbstverständlich

sein sollten. Nicht nur in Afrika versteckt sich so manches Elend hinter den Mauern, auch bei uns gibt es Armut meist nicht sichtbar. Armut präsentiert sich nicht in der Öffentlichkeit, sie spielt sich im Verborgenen ab,fernab der weihnachtlichen Glitzerwelten, dem Überfluß, der auf Kosten der Ärmsten erwirtschaftet wird. (Exportüberschüsse) Wir alle wissen aber darum.

Meist gibt derjenige etwas ab, der selbst nicht viel hat. Nur zu Weihnachten geht es um Spendenveanstaltungen, in denen sich viele Prominente präsentiern,um sich in ein besseres Licht zu setzen, sog. Beruhigungspillen…. worum geht es dort wirklich?????? Unsere Gesellschaft präsentiert sich so wie sie nunmal zu sein scheint, reich und schön ,egoistisch,besessen, teilweise etwas dekadent, der Rest ist Schweigen…..

Aber es gibt auch nachhaltige Aktionen, die wirklich etwas bewirken ,sonst müsste man verzweifeln.Armut hat sehr viele Facetten, unsichtbar oder sichtbar in vielerlei Gestalt. Vielleicht sollten wir wieder lernen, unsere Blicke zu schärfen, wenigstens wahrnehmen, in unserer unmittelbaren Umgebung, aber Armut in welcher Form auchimmer ist lautlos und ziemlich unsichtbar, manchmal auch unangenehm.

Auf vielen Reisen ist mir die Armut begegnet, die Gleichgültigkeit, das etwas seltsame Mitleid von betuchten Reiseteilnehmern, die achtlos und unüberlegt kurz ein paar Groschen hingeworfen haben, um ihr gewissen zu beruhigen, dann aber seelenruhig an den reich gedeckten Tisch gesetzt haben, um schnell zu vergessen.

Die einheimischen Reisebegleiter haben versucht etwas zu erklären, wie es besser zu handhaben wäre, im nichts verpufft. Sie wollten nicht sehen, nicht hören, nur für teures Geld konsumieren. Natürlich kann ein einzelner Mensch nie die Welt retten, die Armut anderer auch schwer zu ertragen, aber die Zusammenhänge erschließen sich, sofern wir darüber nachdenken. Ein wenig Aufmersamkeit, ein Lächeln, ein Blick, ein freundliches Wort bewirkt oft mehr als achtlos hingeworfenes Geld .Mitleid hilft kaum weiter. Achtsamkeit aber schon. Egal ob auf Reisen oder in unserer unmittelbarer Umgebung.Erfahrungen negativer Art , die dazugehören, sollten uns nicht davon abhalten, aber uns aber genauer hinschauen lassen , wie und wem wir eine helfende Hand reichen. Etwas geben sollte selbstverständlich werden, nicht nur zu Weihnachten. cropped-blick-past-001.jpg

All meine freundlichen Lesern wünsche ich friedliche, besinnliche Weihnachtstage, mit herzlichem Dank für ihr aufmerksames Mitlesen, Mitdenken.