Autor: afrikafrau

Tag-und Nachtträume

ein Thema auf Myriades blog hat mich veranlasst, hierüber nachzudenken:

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diese kommen und gehen wie und wann sie wollen, sehr oft unerwartet und spontan. Sie speisen sich aus gespeicherten Eindrücken und Erlebnissen aus Unbewußtem oder bewußt eingeprägten starken Bildern.Welcher Mechanismus auch immer greifen mag, sie sind verankert bei uns Menschen.

Tragen wir nicht alle das Bild in uns von der großen einmaligen Liebe, die uns von der Mutter mitgegeben wurde, daß sie uns begegnen würde und uns das Glück bringen würde…..Als junges Mädchen glaubten wir daran und warteten auf solch eine Begegnung, haben es selten hinterfragt. So manch eine junge Frau glaubte auch, es gefunden zu haben und eine mehr oder weniger glückliche Ehe geführt.

Auch heute greift dieser geheime Wunsch noch immer. Wir haben nicht gelerntLiebe und Sex zu unterscheiden oder die Verbindung zueinander sehen können.So tauchen in unseren Träumen noch immer diese ritterlichen Helden . diese starken Männer auf, die uns erobern wollen, unsere Schönheit bewundern, uns betören oder Verführen und entführen,oder gar in die Irre führen.Heute vermischen sich solche Träume mit völlig anders geprägten Bildern aus der Bilderflut und vorgegeben neuen Mustern, die sich aus der verführerischen Werbung, der Filmindustrie , der Literatur, der Veränderung unserer Wahrnehmungswelten,der realen und virtuellen Welten speisen, sich teilweise vermischen.Träumen wir heute anders, oder wie beeinflußbar oder wie werden unsere Träume wirklich gesteuert.Vielleicht von den wirklich erlebten Bildern der Weltreisen, der fremden Welten,anderer Kulturen, der einfachen primitiven, der Fiktion von nicht definierten lebbaren Welten, der Vorstellungen und unserer Phantasien.

Unsere Traumwelten bleiben unsere persönlichen Geheimnisse, unsere versteckten Wünsche, die Tagträume verschwinden , da die Muse, die Langeweile, die „vertane Zeit“ mit vielen unnützen Dingen, gefüllt wierden muß , gedrängt zur Produktivität, immer attraktiv , immer aktiv, immer verfügbar, immer erreichbar, mit vollem Einsatz.Die Nacht befreit uns dann von der Last und läßt unseren Träumen freien Lauf.

Für unsere Männer gelten etwas andere Kriterien, glaube ich.

Verschweigen sollten wir nicht unsere Alpträume, je nach Belastungen, oder schlimmen Erlebnissen oder gar Erfahrungen, Ängsten, die sich einprägen oder uns nie mehr loslassen, flashbacks der besonderen Art , die wir ersetzen oder abmildern sollten Unsere Erlebnisswelten possitiver bewerten, neu sehen lernen.

 

 

 

              

 

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1000 betörende Düfte

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IMG_0003Die Welt der Düfte

 

wie  einzigartig, die Wahrnehmung so unterschiedlicher Düfte.

Die Erinnerung an die Mutter, die immer nach Speick-Seife und nach Uralt-Lavendel duftete, der Vater, der eher den Geruch der Tabakpfeife verbreitete  oder den Duft meines kleinen Babys, meist frisch und unschuldig.An bestimmte Düfte in besuchten Wohnungen, befreundeter Personen, manchmal nur ein bestimmtes Aroma nach frisch aufgebrühtem Kaffee oder nach einem guten Braten. Der Garten mit seinem ganz eigenen Duft nach Sommer, nach frischen Kräutern, Minze, Liebstöckel, Blumen, die gerade ihre Blüten öffneten, frischen Apfel- Kirsch-Jasminblüten-Holunder- etc.

Die Düfte, die in der Jugend gerade „en vogue „ waren.  Namen die heute vergessen sind, aber in der Erinnerung mit bestimmten Ereignissen, wieder auftauchen. Die verführerischen Männerdüfte, die mit „verliebt sein“ oder Erfolg  versprechend, in der Luft schwebten.Patschouli…….

Die leicht salzige Brise des Meeres, des Windes, der warme Duft der Sonne, des Südens, der Mimosen, der Pinienwälder,    ……….. der wilden  „Macchia“  der spezielle Duft der Insel Korsika.

Die Parfümerie das „El Derado“ der neuesten Kreationen, der berühmt bekannten französischen Markendüfte, das Chanel Flakon, oder anderen fremd klingenden, exotischen Namen       Die Verbindung mit noch unbekannten Welten des Erfolges, der großen Welt der Modeschöpfer, der Schönheiten.

So verknüpfen diese Düfte  bestimmte Lebensphasen, Ereignissen und bleiben im Gedächtnis.Auch später bei Aufenthalten auf exotischen Inseln oder fernen Kontinenten bleiben Gerüche, Düfte in Erinnerung.

Madagaskar der erotische Duft der Ylang-Ylang Blütenbäume, der Vanilleschoten, die Insel wo der Pfeffer wächst. Auf La Réunion riecht es für mich nach Vanille, nach Urwaldfarnen, in den Straßenküchen nach den gefüllten Teigtaschen und frischen roten Litschifrüchten nach Bouguenvilles, die Frauen umschwebt ein feiner Duft nach exotischen Parfumölen, trotz oder gerade wegen der Hitze, sehr angenehm. In Kamerun  auf den bunten Märkten viele unterschiedliche Gerüche nach Kardamom, nach frischer Erde schwüler feuchter Wärme oder kühl abweisende Abendluft, schweißtreibend in den belebten lärmenden Städten, den heißen trockenen Ebenen, den nach außen verschlossenen Gehöften, oder den einladenden kleinen Geschäften den vielfältigen Straßenmärkten mit feinen Stoffen, Glasperlenschmuck, afrikanischer Schmuck aus Holz  usw.      ……………………..

Afrika  schon am Flughafen der Duft der Fremde und gleichzeitig der anderen bekannten Welt, die etwas träge schwere meist heiße Luft, am Meer erfrischend verführerisch , es riecht nach Salz, nach Fisch, um die Häuser nach „djuray“ auf Holzkohle glimmend, nach süßem „Schai“ Schwarzer oder grüner Tee mit viel frischer Minze, nach Eukalyptus, schwül und schwer,ermüdend, wenn der Wüstenwind den sandigen Staub wie Nebel die Geräusche erstickt. und die Welt in träger Stille versinkt. In der dunklen Nacht den Schlaf raubt, die Moskitos schwirrend, oder bei Vollmond die Leidenschaften weckt.Der Orient mit seinen eigenen Gerüchen, würzig, exotisch verwirrend der Rauch der Schischa, der Wasserpfeife, ja nach Tabak, auch verführerisch mit Harzen versetzt, leicht süßlich Im Bazar reich an Goldschmuck, Parfumölen, verführerischer Kleidung aus edlen Stoffen, in Metall gehämmerten Teekannen und Tabletts.Möbelstücken, und vor allem diese Berge der aufgetürmten frischen bunten Gewürzen, erinnert an Bazar  in Marrakesch oder Damaskus oder  Amman und den Ruf des  Muhezin aus der Moschee, Kaffee mit Kardamom ,Fladenbrot, Falaffel Lammfleisch vom Grill,usw. die eingehüllten schwarzen Gestalten sehr selbstbewusst, unter sich.

Zur Weihnachtszeit wird auch bei uns der Orient einziehen , es duftet nach Lebkuchengewürz, Vanille, Zimt Sternanis und allerlei nussigen Gewürzen und Leckereien, die nur zur Winterzeit serviert werden  ………………………

 

 

„Seemannsgarn“

Medienhaus Lübecker Nachrichten

Reportage : Kapitän auf den Weltmeeren unterwegs

Bericht v. einer Weltreporterin. sen5 001

 

 

Bunte Postkarten aus der ganzen Welt in meinem Briefkasten erfreuen mich,da die weite fremde Welt so zu mir nach Hause kommt. Länder, Städte, die ich auf der Landkarte suche, weil zu dieser Zeit gibt es noch kein Internet, kann ich „googeln“, nein, aber ich werde in Büchern fündig und kann mich darin vertiefen, auf diese Weise Reise ich mit um die Welt.Im Bauch der Ozeanriesen wird Mais, Holz Metall, Weizen um die Welt transportiert.Ich erfahre, dass gerade gestreikt wird oder kein Landgang möglich, oder das Wetter nicht mitspielt.Wohlklingende Namen Odessa, Houston Trondheim, Vancouver, Abidjan, Nanaimo,Douala, Leningrad, Antwerpen, Dakar, Malaga. Korsika; Nigeria; Kalifornien, Canada Russland, Afrika, Senegal, Côte d´Ivoire, Äquatorial Guinea, Kamerun ,Argentinien , Norwegen, Brasilien, Südafrika.Wir haben zusammen die Schulbank gedrückt und keiner von uns ahnte, wo und wie wir als Erwachsene Personen leben würden. Ein großes Abenteuer.Niemand von uns hätte gewusst, welchen Beruf er oder sie ergreifen würde.Wer hätte gedacht, dass aus einem Schüler, der nicht in der vordersten Reihe tanzte, mal ein Kapitän werden würde. Jetzt gehören wir zu den „oldies“,träumen vielleicht noch, lassen ein wenig Revue passieren.So manch ein Kontakt aus der Schulzeit besteht noch, wird wieder aufgefrischt,andere dagegen auf ein Minimum beschränkt. Heute schreiben wir selten noch Postkarten oder Briefe, „selfies“ oder e-mail sind „envogue“.Gemeinsame Erinnerungen an unsere Schulzeit schaffen eine besondere Verbindung.