Balkonerdbeeren

Balkonerdbeeren

Balkonerdbeeren mit roter Blüte, für mich überraschend und neu und Früchte, noch einige Tage mit Sonne süß schmecken werden.

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Mein afrikanischer Garten

 

 

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Meine Gartenträume – sitze auf den kleinen Treppenstufen, höre die Geräusche und stimmen der Nachbarn, die Musik, das Vogelgezwitscher, atme den warmen Duft der Pflanzen und Blüten, lausche manchmal dem leisen Rauschen des Ozeans, warte auf die feine Abendbrise, höre den Muhezin, der zum Gebet ruft, oder von der Ferne den Trommelschlägen, dem wiehern der Esel, dem meckern der Ziegen, oder genieße die Stille der Nacht, sehe den Sternenhimmel, das Kreuz des Südens, die Milchstrasse , der Vollmond leuchtet, die Fledermäuse werden wach, das Rascheln im rockenen Blütenlaub, lasse die Gedanken ziehen……………….. 

Wildes Korsika

Das wilde Korsika – wieder entdeckt 

Diese Insel war einer meiner ersten Urlaubserlebnisse. Wild romantisch und zu der zeit damals noch ein Geheimtipp. Das Meer, ein mildes südliches Klima, die Düfte der wilden Macchia, kleine verschlafene ursprüngliche Dörfer. Immer wieder hat es mich auf die Insel gezogen, entdeckte, den Norden, den Süden, auch den Osten und Westen, die Berge, die einsamen einladenden sandigen Badebuchten. Eine neue Liebe ist mir dort begegnet, die einige Jahre andauerte, und nach einer langen Pause nochmals aufflackerte, dann erlosch, die widrigen Lebensumstände von uns beiden konnten wir nicht zusammenbringen. Über lange Zeit mein Sehnsuchtsort.Campen und tauchen mit Profis, war dann doch für mich eine Nummer zu groß, aber diese Gemeinschaft in solch einer Gruppe aufgenommen zu werden, für mich damals etwas ganz besonderes.

Von Korsika aus mmit einem Schlauchboot nach Sardinien mit plötzlich aufkommenden Sturm, mit dem letzten Tropfen Benzin an der Costa smeralda eingelaufen. Ein angsteinflösendes  Erlebnis, was Frau nie vergessen hat.

An diese Zeit mag ich mich gerne erinnern, da in letzter Zeit einige Berichte über Korsika, die Besonderheiten, die Unabhängigkeitsbestrebungen immer wieder aufflackern, sich etwas von Frankreich zu lösen, die den Tourismus auf diese bezaubernde Insel damals ermöglichten.

 

 

RAMADAN

 

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RAMADAN 

Muslime auf der ganzen Welt beginnt der Monat Ramadan. Besinnlichkeit , Ruhe, Gebete, mit den Armen etwas teilen, also Gutes tun Zu Ehren „ Allah“ Fürbitte für andere Menschen, denen es nicht gut geht. Ähnlich unserer Fastenzeit vor Ostern, allerdings in anderer Form und Ausprägung. Sie nehmen das wesentlich ernster, essen trinken tagsüber nichts (Ausnahmen gibt es für Ältere, Schwangere oder Kranke) Bestimmte vorgeschriebene Rituale werden unterschiedlich streng eingehalten. Trotzdem wird gearbeitet. Erst nach Einbruch der Dunkelheit wird das Fasten brechen eingeleitet und meist mit werden hierfür Gäste eingeladen. Zu den muslimischen Feiertagen gehören auch spezielle Speisen, die von den Frauen zubereitet werden.

Im Senegal habe ich mich über viel Jahre längere Zeit aufgehalten habe, bekommt man als Urlauber, als Tourist von all dem nichts mit, man macht Strandurlaub, möchte sich erholen und das Leben genießen. Hat man Kontakt zu den Einheimischen oder wohnt und lebt man im kleineren gemischten Viertel, ist es wichtig, diese Feierlichkeiten zu respektieren. Von der Moschee gegenüber, höre ich den Muhezin, der an die Gebetszeiten erinnert, die Männer gehen in die Moschee, die Frauen beten zu Hause, oder Im Hause des „ Marabout , singen und halten dort ihre Rituale ein. Über Mittag, meist wird es sehr heiß wird es auf den Strassen ruhig, im Viertel.Sind kaum Menschen unterwegs. Sie schlafen oder beten. Sind die Menschen bei der Hitze müde, dann nehmen sie meist keine Drogen, sondern fasten, viel leiden z.B. auch an Malaria. Daran wird häufig nicht gedacht. Daraus entstehen dann die viel verbreiteten Vorurteile.

Lernt man diese Gastfreundschaft kennen und schätzen, ( nicht die kalkulierte und aufgesetzte )  lernt man die Menschen besser kennen und bekommt Zugang zu ihrem Alltag. Wie sie das meistern, unter oft widrigen Umständen, bewundere ich sehr. Die Freundlichkeit und Fröhlichkeit , die sie ausstrahlen.

 

Habt ihr schon euer „Couscous“ vorbereitet??? 

 

Mabruck…………. Sallam………………    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frauengespräch

3 Frauengespräch 

Nein, niemals wird sie in ein Altenheim gehen, sagt eine davon. Sie würde das nicht aushalten. Sie lebt mit ihrem Mann und 8 Katzen im eigenen Haus mit Garten. Ihre Karriere sei ihr immer wichtiger gewesen, als Kinder zu bekommen, wirft sie noch ein. Sie habe ja gesehen, was da so vor sich geht, wenn sie ihren Schwiegervater dort besucht habe, der dann später am Demenz erkrankt war. Sie und ihr Mann haben sehr gut verdient und besitzen noch eine eigene Wohnung nebenan. Danach referiert sie noch über ihre wunderbare Kindheit, die moderne Einstellung der Eltern und über deren Herkunft und ihren Status. Es folgt noch die Schilderung einer Nachbarsfamilie, die wohl weniger privilegiert zu sein schien, die Mutter Musikerin, chaotisch und der Vater die Tochter missbraucht hat. Das hat sie mitbekommen, da sie dem jüngeren Bruder Nachhilfeunterricht erteilt hat und ihn zu Bestnoten in der Schule verholfen hat. Und eine Lehrerin durch das Stottern des Sohnes alles aufgedeckt hat.

 

Sie wird sich dann, wenn notwendig eine Pflegerin ins Haus holen. Schiebt noch einen Satz hinterher, das Unterhaltungsangebot in den Altersheimen finde sie furchtbar stupide und bessere Angebote würden abgelehnt, das Benehmen der  alten Leute sei auch schrecklich, schon der Geruch beim Betreten der  Einrichtung eine Zumutung. Den Katzengeruch in ihrem Haus, nimmt sie wohl nicht mehr wahr.

Dann gleitet das Thema ab in Richtung Missbrauch.

Die andere erzählt, dass sie ihren Vater erst kennengelernt hat, als sie 2 Jahre alt gewesen ist, als er vom Krieg zurückgekommen ist und sie ihn als Fremden angesehen und nie einen guten Kontakt zu ihm gefunden hat, er ihr immer fremd geblieben ist und wenig zu Hause anwesend war. Nein misshandelt hat er sie nicht. Aber sie behielt ein distanziertes Verhältnis zu ihrem Vater. Sie erzählt uns von einem Film, in dem es um einen verurteilten Sexualstraftäter und Mörder ging, der nicht resozialisiert werden oder geheilt werden konnte und nach Jahren wieder rückfällig geworden ist.

Das Gespräch dreht sich danach um ihr Elternhaus, ihre Heirat, ihre Scheidung, ihre Tochter und ihre Enkelkinder und den Schwiegersohn. Ihre zweite Ehe und ihr jetziges Leben. Nein sie würde ihrer Tochter mal später auch nicht zur Last fallen,

und von ihr gepflegt werden wollen. Ihre Mutter starb auch im Altenheim, sie besuchte sie dort regelmäßig, bis zu ihrem Tod,obwohl sie noch ihren Kosmetiksalon nebenher betreibt.

Die Dritte wirft kurz ein, hält sich kurz,  für sie gäbe es gar keine Alternative, nach früher Scheidung, alleinstehend, die Tochter  mit ihrem Partner zusammen, weiter weg lebend ohne Kinder, beruflich sehr engagiert und im Stress. Da käme ja im Falle eines Falles keine andere Möglichkeit, stirbt man nicht vorher, und ob die Rente dann ausreichen würde, wisse man ja auch nicht. Die Mutter habe sie mit großem Aufwand zu Hause noch gepflegt bis zu ihrem Tod. Das Leben im Altenheim, selbst bei guter Betreuung, bestimmt kein Zuckerschlecken, aber oft nicht anders zu bewältigen für die Angehörigen.

 

AFRIKA

 

 

 

 

Traditionen heute

Traditionen heute – Teil VI

Wie wird denn heute über Traditionen und Werte bei uns diskutiert, wie blicken wir heute darauf? Die Pauschalisierungen, die seltsamen Betonungen auf unsere Werte, erscheint mir sehr einseitig, engstirnig, und für allerlei „ benutzt“, was ich für unangebracht halte und nicht von Gelassenheit und Selbstsicherheit geprägt wird. Ziel führend auf keinen Fall es führt in eine „Sackgasse“.

Zu bedenken wäre aber schon, sich darauf zu besinnen, was leben wir Älteren den Jüngeren vor, welche Prioritäten setzen wir, wenn Werte und Traditionen nur noch zu Floskeln verkommen oder zur Abgrenzung benutzt werden, die Bedeutungen verloren gehen, der eigentliche Nutzen und Sinn dahinter.

In jungen Jahren, je nach Elterhaus, wird die Pflege, die immer gleichen Wiederholungen, oft als lästig oder nervig angesehen, weil wir ja die große Welt entdecken wollen. Schauen wir aber genau darauf, dann entdecken wir In fremden Kulturen diese Rituale, die wir natürlich erst mal sehr viel interessanter finden, da wir nicht eingebunden und nicht mit diesen leben. Dabei dienen sie zum selben Zweck, dass wir sie uns einprägen, zum Leben dazugehören, die Eintönigkeit unterbrechen. Gemeinschaften entstehen, Zugehörigkeit, Festigung des Familienverbundes, bzw. der Gemeinschaften. Es kann Halt geben in einer unsicheren Zeit. Allerdings ergeben sich daraus Pflichten, Verantwortung, Erwartungen, die man nicht immer erfüllen kann, oder als Einengung, ja sogar als Zwang empfinden kann. Mit Offenheit und Freiwilligkeit und mehr Gelassenheit würde weniger Streit im Umgang mit diesem Thema erzeugt. Die Lebensentwürfe sind individuell sehr verschieden, jeder hat seine eigenen Vorstellungen und Wünsche, dies es zu respektieren gilt. Je nach Zugehörigkeit hat ein einzelner oft keine andere Wahl, als sich Traditionen zu unterwerfen, sich den zu entziehen nicht immer möglich.

In Afrika konnte ich dies beobachten, weil die Familienstrukturen völlig anders geartet sind, verschiedene Väter oder Mütter, viele Kinder, die Verwandtschaftsverhältnisse anders, in weit entfernten Gegenden verstreut lebend Kinder auch zu Verwandten gegeben werden, wenn eine zweite Frau ins Haus kommt, oder dort bessere Verhältnisse (Schule, Universität, Arbeit) oder für die Mädchen ein Heiratskandidat vorgesehen, dann in dieser neuen Umgebung sich einfügen, oft auch unterordnen mussen. Männer nomadisch umherziehen, um eine Arbeit zu finden. Die haben eine engere Verbindung, wenn sie aus derselben Gegend, demselben Dorf, oder derselben ethnischen Gruppe angehören, durch die Initiationsrituale eine engere Bindung untereinander behalten. (ein eigenes Thema) Der Kontinent mit Wüstengebieten, Urwaldgebieten, Trockengebieten, Savannen, auch hohe Berge, große Flüsse, Seen, Vulkane, Millionenstädte, Dörfer, Meeresküsten, dem Klima, den Wüstenstürmen, der Regenzeit, die Anpassungsfähigkeiten der Afrikaner unabdingbar, nicht  vergleichbar mit unseren Verhältnissen. 

In vielen Unterhaltungen z.B. mit meinem „ gardier Abou“ in Afrika, in denen er mir erzählt hat, dass er einige der afrikanischen Traditionen (z.B. Festlichkeiten an islamischen Feiertage, Geburten, Hochzeiten, Begräbnisse) nicht mittragen möchte, da er sie als unsinnig, bzw. überflüssig hält. Er sagt, die Feierlichkeiten verschlingen viel Geld, was die Leute eigentlich nicht besitzen, bei Einladungen zu viele Gäste, die bewirtet werden müssen, untergebracht für einige Tage, neue Klamotten, es wird vom Gastgeber zuviel erwartet, als selbstverständlich angesehen, nicht immer vertragen sich die Frauen mit ihren vielen Kindern untereinander. Probleme beim Verteilen der Arbeit, Kinder beaufsichtigen, Kochen, Putzen etc. Statussymbole gibt es auch hier, gepflegtes Aussehen, gesunde Kinder, eine geordnete Haushaltsführung, Unterkunft. Das Ansehen im Dorf  wird hoch bewertet. Welchem Stamm, bzw. welcher ethnischen Gruppe man angehört, hat Priorität. Andererseits ergeben sich hohe Verpflichtungen, die ganz selbstverständlich eingefordert werden. Als sein großer Bruder bei einem Unfall ums Leben kam, wurde von ihm erwartet, dass er sich um die Frau seines Bruders kümmern muss, das heißt. für sie u sorgen (Unterkunft und Essen) die Kinder werden in der großen Familie aufgeteilt. In Notzeiten das Überleben nur durch den Zusammenhalt, möglich. Jeder der dazu beitragen kann, sich dazu verpflichtet.

Erinnern wir uns, dass es bei uns früher auch so gehandhabt worden ist. In unserer Zeit heute aber im Allgemeinen nicht mehr möglich, Beruf, eigene Familie, auch neue „ patchwork“ Familien mit dazugekommenen Kindern, meist von den Eltern getrennt lebend, oder Alleinerziehend, sich um die Belange der Eltern in ausreichendem Maße zu kümmern, oder gar über einen längeren Zeitraum, zu pflegen. Oft sind die Entfernungen zu groß, um überhaupt am Leben der Eltern Teil zu haben, vor allem wenn ein Elternteil übrig bleibt. Das Ansehen, Status einer Familie, ausschlaggebend für einen gewissen Bonus, gewisse Privilegien zu genießen ( Beamte, Staatsbedienstete, Ärzte, Intellektuelle anderer Art) oder tüchtige etablierte Handwerkerfamilie, erfolgreiche Industrielle; Begüterte) Alles, was das moderne Leben einfordert oder die errungen Freiheiten, Bequemlichkeiten, bieten uns viele Möglichkeiten, mit  allen Vorteilen und Nachteilen. Durch hohen Stressanteil, hohe Erwartungen und Ansprüchen, einem hohen Lebensstandart zu erhalten, um angesehen zu sein, Erfolge vorzuweisen, bleibt nicht sehr viel Zeit, die Traditionen weiter zu pflegen. Die ältere Generation tut sich häufig schwer damit, dies zu akzeptieren, oder sich an eigenen Ritualen festzuhalten, sein eigenes Leben annehmlich zu gestalten. Die Vereinzelung, hinzukommende Beschwerden oder Krankheiten, eine Herausforderung, die wir alle, so gut es eben geht, zu meistern haben.Sich selbst nicht aufs „ Abstellgleis“ zu stellen, sich mit den Begebenheiten, den

 

Veränderungen anfreunden, annehmen, teilnehmen, im Rahmen der eigenen Möglichkeiten, denn die Welt gehört uns allen.

       

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Traditonen Teil III

Traditionen Teil III- Beobachtungen 

Die älteren Menschen, die noch immer mit den en traumatischen Erlebnissen während des Krieges behaftet waren, erschraken zutiefst, als die erstenAfrikaner aus Somalia, dem heutigen Kongo ( früher Zaire) Zentralafrika, Togo,Nigeria, bei uns in alten Schulhäusern, anderen alten Gebäuden und auch in Asylantenheimen untergebracht wurden. Dazu gab es ja auch noch die sog. Russland-Deutschen, nach dem Zerfall der Sowjetunion, später die Balkan Flüchtlinge aus dem früheren Jugoslawien. Die Ängste der Eltern waren groß, da sie viele Vorurteile im Kopf hatten, wie gefährlich dies für ihre halbwüchsigen Mädchen sein könnte.

Mein persönlicher Zugang ein anderer, da ich an einer international renommierten Tanzschule die vielfältigen Angebote wahrgenommen habe. Der Kontakt mit Lehrern aus vielen Teilen der Welt, ermöglichte uns Schülern einen völlig neuen Blick auf diverse Tanzstile, der Musik, der Rhythmen, die ja mit der Kultur des jeweiligen Landes, eng verbunden sind. Wir feierten zusammen viele unkomplizierte Feste, jeder war willkommen.Dadurch lernten wir auch viele gute Musiker kennen, die in bestimmten Lokalen auftraten und spontane  „jam – sessions“ etablierten.

Die Afrikaner waren nicht beliebt, selbst jene, die ein Studium vorweisen konnten und an den Universitäten arbeiteten. Ja es gab auch welche, die mit Drogen zu tun hatten, oder in andere kriminelle Machenschaften verstrickt waren. An den Universitäten gab es wohl gute Absatzmärkte. Nicht jeder Doktortitel eines Afrikaners war echt, meiner Erfahrung nach. Andere wiederum kreierten kleine afrikanische Märkte, bunte Musikunterhaltung, afrikanisches Essen wurde beliebt. Die jungen Leute gingen jetzt  afrikanisch essen. Eine lebhafte, offene afrikanische „Community“ hatte sich gebildet. Darunter  auch sehr liebenswerte bescheidene Afrikaner, die viel von Heimweh geplagt waren, aber froh, ein Dach über dem Kopf und Ruhe zu haben. Die Männer höflich und freundlich, genügsam, sie haben geputzt gekocht, genäht, arbeiten durften sie nicht und den Wohnort auch nicht verlassen, um Landsleute zu besuchen. Seltsamsten Verbindungen mit sog. „ Freikirchen“ und den Scientologen sind entstanden, die sich aus anderen Gründen um die Asylanten kümmerten, durch die Die Bhagwanjünger  schon Jahre davor eingeschleust. Viele unterschiedliche Probleme wurden sichtbar. Die Zeitungen überschlugen sich mit Meldungen und immer im Zusammenhang mit Afrikaner, auch wenn dies nicht der Fall war. Ein Asylantenheim außerhalb der Metropole, wurde mal gestürmt, dort hatten sich Drogendealer und Autoschieber aus Nigeria eingeschlichen, die hat man nicht gefasst, nur die kleinen Fische.

Die „ Nigeria-Connection“ gab es damals schon. Zu laut, zu viele, zu sichtbar auf den Strassen, kauften sich an den Unis Mädels für Geld, die sie heirateten, um sich später zu verkrümeln oder scheiden zu lassen, bekamen bunte Kinder, das war zuviel. Viele tauchten unter in anderen Metropolen, und so verschwanden sie aus dem Stadtbild. Die konservativen Mitbürger atmeten auf und es ging wieder „ gesittet“ zu.

Eine  „arabische community“ existierte damals schon, hielt sich eher im Hintergrund. Bereits etabliert. Die arabischen, oder gemischten Familien hatten durch die gut ausgebildeten Berufe der Männer einen hohen Lebensstandart, arbeiten in bekannten großen Industriebetrieben, unabhängig und selbständig, nicht auf den Staat angewiesen. Flüchtlinge zwar auch, aber mit finanziellem Hintergrund, eher aus begüterten Familien stammend, schon über Jahre angepasster, ihre Gastfreundschaft beliebt, da sie sich dies auch leisten konnten. Ihr eigenes Gemüse anpflanzten und in der Gartenanlage feierten, aber etwas unter sich blieben. Immer wieder erfuhren wir aber auch von den großen Problemen, die sich ergaben, wenn die Eltern oder ein anderes Familienmitglied in der Heimat krank wurde, die Eltern starben, die Einreise ins Heimatland erschwert wurde. Der arabische Sender „ al arabia“ die Verbindung zur Heimat immer präsent. Die nachkommende Generation konnte oft nicht mehr arabisch lesen oder schreiben.Der Zusammenhalt verstärk sich immens, lebt man im Ausland, da man sich zwar zugehörig fühlt und doch fremd bleibt. Durch die Traditionen bleibt die Verbindung erhalten, auch wenn  die Verwandten überall auf der Welt verstreut sein mögen, aber dieselben islamischen Feste und Feiertage begehen. Während des Ramadan, der hier von einigen mehr oder weniger eingehalten wurde, unsichtbar aber in den Köpfen eingebrannt ist und die damit verbundenen Regeln, ja Gewohnheiten beinhalten, werden  beibehalten.

Meine  Beobachtung, bei vielen Deutschen, die freiwillig, oder aus beruflichen Gründen mit ihren Familien im Ausland lebten, stellte ich fest, sie halten sichan ihre Traditionen, die sie von zu Hause mitgebracht haben, pflegen sie, geben sie an ihre Kinder weiter. Die Heimatsprache, ein wichtiges Element, gehört zur ureigenen Identität, selbst, wenn man die Landessprache gut beherrscht und eine gute Kommunikation, ein Zurechtfinden ermöglicht. In der Nähe von Toronto, lebten die damaligen Mitarbeiter von „Kodak“ sie trafen sich  in der Gemeinde , an den schwäbischen Traditionen hielten sie fest. Meiner Meinung nach, kann man  dies nur verstehen, sofern man selbst längere Zeit im Ausland sich bewegt oder aus anderen Gründen lebt, denn dann wird einem erst bewusst, dass es die Verbindung zur Heimat wichtig sein kann. Die bekannten Vorurteile sind bekannt, der ehrliche sparsame manchmal einsilbige Schwabe, der immer pünktlich ist, der viel arbeitet und gerne Fleisch und Wurst isst. Ausnahmen bestätigen immer die Regel.

……………………………………und heute…………….. Fortsetzung folgt……………………..