Weihnachten unterwegs


Weihnachten auf La Réunion

Ma Pêite hatte andere Pläne für Silvester, Abschied am Flughafen. Danach sollte ich zu meinem Treffpunkt in einen fremden Ort fahren, um eine Gruppe einheimischer zu treffen, da ich eine spontane Einladung für die Feiertage privat erhalten hatte. Diese jungen Leute hatten wir gemeinsam auf dem Campingplatz kennengelernt und wunderschöne Abende am Strand verbracht. Mit Unterhaltung und Gitarren Klängen. Den Ort hatte ich erreicht, das Kaffee, unseren Treffpunkt auch. Konnte kein bekanntes Gesicht erkennen. Stellte mir sogleich die Frage, ob diese Einladung ernst gemeint war, wenn nicht, was würde ich dann tun? Hier nach einer Unterkunft suchen, Musste das Leihauto wieder zurückbringen, der Ort etwas entfernt. Da nächste Tag Weihnachten, erschien mir schwierig. Wartete und überlegte, da standen sie alle plötzlich fröhlich vor mir, sie hatten also Wort gehalten. Folgte ihnen auf schmalen, nicht dicht befahrenen Landstraßen hinterher, da wir zum Haus, das außerhalb stand fahren würden, dort erwartet würden, wo ich auch übernachten konnte. Freundlich und fröhlich wurden wir bereits erwartet, seine Freundin, eine Engländerin, seine Schwester, ein weiterer Freund Jean Pierre von den Inseln der Komoren, das Haus gehörte dem älteren Bruder seiner Frau und den Kindern. Ein buntes Durcheinander. Nach einer kurzen Pause mit einem kräftigen Schluck selbst hergestelltem Punsch, bezogen wir unsere Zimmer, danach begleitete ich Hubert und die Kinder zum Badestrand. Die Hitze noch hoch, wir stürzten uns in die Wellen, abgelenkt durch die Kinder holte ich mir einen kräftigen Sonnenbrand, obwohl ich ja schon 2 Wochen Sonne abbekommen hatte, nicht sehr empfindliche Haut habe, nicht gerade angenehm. Wieder zurück, konnten wir gleich mit einem Umzug ein paar Häuser weiter beginnen, da es einen Wasserrohrbruch gegeben hatte. Ohne Aufregung wurde der notwendige Hausrat, das vorbereitete Festessen einfach ins Auto eingeladen, einschließlich unserem Gepäck, und die Stimmung bei den Nachbarn bereits in Gange, fröhliche karibische Musik. Gutes Essen und Tanz-Runden, hatte vergessen, dass Weihnachten war. Obwohl wir am Tage vorher noch im Supermarkt Das Gedudel der weihnachtlichen Klängen im Hintergrund gehört hatten, Die großen Weihnachtsstern Büsche im Freien, rot leuchteten, die Kokospalmen mit allerlei Glitzer- Lametta behängt waren und die Sonne auf all diese Dekorationen herunter brannte. Was für eine andere Welt, zufällig hier und selbstverständlich aufgenommen. Wer müde wurde, der legte sich im Nebenraum einfach auf den Boden zum Schlafen. In der Frühe gab es eine weitere unvorhersehbare Aufregung, da die Freundin von Hubert verschwunden war, wir alle nach hinaus  stürmten, um sie zu suchen, was uns dann nach 2 stunden auch gelang, mit einem langen Gespräch und Diskussion endete, da sie wohl grundlos eifersüchtig war. Den Abend verbrachten wir dann noch in einer Disco, alle etwas ruhiger und zurückhaltender. Hubert half mir noch, mein Auto wieder abzugeben, mich zum Bus brachte, mit dem ich nach St. Denis zurückfuhr, um nochmals in dem kleinen freundlichen Hotel bei dem netten Ehepaar zu übernachten, da mein Rückflug am nächsten Morgen angesagt war, den ich beinahe nicht erreichte. Eine andere Geschichte.

 

reunion strandreunion 3

 

Veröffentlicht von

afrikafrau

Afrika begeistert - viele Jahre in diversen Ländern, auf vorgelagerten Inseln unterwegs-

2 Gedanken zu „Weihnachten unterwegs“

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