Papier


IMG_3373Papier

feines Seidenpapier, von mir leicht mit Farbe versehen, auf stabilem Kartonuntergrund. Diese lagen lange in einer Mappe, reisten mit mir in den Senegal und wieder zurück. Papier, Zeitungspapier, anderes feines und grobes Papier, sowie unbehandeltes Holz wird von winzig kleinen Nagern gerne als Nahrungsquelle angesehen und einfach zernagt, es bleibt nur ein Häufchen Staub übrig. Vielerlei Getier benutzt  es als Versteck und Wärmequelle in den kühlen Nächten. In der Regenzeit saugt es auch die Feuchtigkeit auf, also völlig untauglich als Dekoration. Hinter einem größeren Spiegel im Schlafraum machten es sich immer wieder Spinnen bequem. Nur einige Taschenbücher mochten sie nicht, die Druckerfarbe war ihnen nicht sympathisch.Deshalb findet man Bücher nur in modernen klimatisierten Räumen und Einrichtungen,da  sonst auch keine ausgeprägte Lesekultur existiert (außer an den Universitäten oder in den Regierungseinrichtungen oder  europäischen und anderen  Kultureinrichtungen)Da viele nicht schreiben oder lesen gelernt haben werden Geschichten erzählt, gesungen, getanzt, oder von bestimmten Gruppen mit phantasiereichen Darstellungen wieder in Erinnerung gerufen und weitergegeben. Das Radio ist sehr wichtig, klein, handlich, solar- oder batteriebetrieben überall zu hören (da Batterien teuer und nicht überall verfügbar) tun sich ganze Nachbarschaften zusammen,auch um den Fernseher (wenn vorhanden) versammelt sich schon mal das ganze Dorf.

Auf Madagascar bildeten sich vor einem Restaurant auf dem Land, für die wenigen Touristen, lange Schlangen, um einen Blick durch das offene Fenster auf die Mattscheibe zu werfen. Die chinesischen billigen oder auch teure europäische „ handy „ oder „ portable“ haben alle jungen Leute in den größeren Orten oder Städten, aber die schlechten Netzverbindungen und längeren Stromausfälle funktioniert das Internet kaum oder gar nicht. (Touristenhochburgen ausgeschlossen) Da sitzen oder laufen die Touristen am Strand, mit „tablets“, „laptops“ und „smartphones“ reden, und reden,versenden die ersten Photos oder täuschen sehr wichtiges „ buiseness“ vor. Es wirkt schon sehr oft lächerlich, kaum bekleidet aber Stöpsel im Ohr. Das Meeresrauschen, das Vogelgezwitscher, das Rauschen der Palmblätter, das Lachen der Menschen wird gleichfalls mitgeliefert. Solche Auftritte weckt so mancherlei Begehrlichkeiten, außerdem möchte sich ein moderner Afrikanernicht als rückständig präsentieren, gibt sich zuweilen mit Sonnenbrille und portable bewaffnet, auch schon mal arrogant, exotisch, clever, kommunikativ, kopieren, übernehmen so manch ungute Verhaltensweisen. Für die ältere Generation funktioniert die Kommunikation immer noch auch über die örtlichen Radiosender. Da werden Geburtstags- und andere Grüsse, Todesnachrichten, Termine für Konzerte, Feste und Feierlichkeiten durchgegeben, irgendwer hat ein Telefon, da geht man hin oder leiht sich kurz ein „portable“ um etwasDringliches mitzuteilen. Die  Buschtrommeln funktioniert aber immer noch in weiten Teilen als kostenloses Kommunikationsmittel für bestimmte wichtige Ereignisse.Natürlich gibt es alle elektrischen modernen bequemen Haushaltsgeräte, Waschmaschinen, wie Kühlschränke, gasbetriebene, Elektroherde, Gasherde, mit allem drum und dran, Mikrowelle, Fernseher, Stereoanlagen, alles was die moderne Welt bietet, von cleveren chinesischen oder libanesischen Händlern betrieben,die ausländischen Gäste haben ihre Bedienstete, die billig für die Reichen arbeiten und für alles Mögliche und Unmögliche zur Verfügung stehen, kochen, putzen, von Hand waschen, einkaufen, den Rasen mähen, den Gärtner, den Verwalter, den persönlichen Fahrer, den Bootsführer für die vor Anker liegende Yacht, jeder Service wird geboten, für Geld, es klingt wie im Paradies, aber die Schattenseiten des Luxuslebens werden mit importiert. Die Folgen davon bekommen wir normal Reisende nicht zu sehen. ( Elektroschrott, Müllhalden, verseuchtes Wasser, Sextourismus, Kriminalität, Armut und Elend und vieles mehr ) Geschäfte der ganzen Hilfsindustrie- und Entwicklungsindustrie, nicht immer seriös, oft nicht erfolgreich.

 

 

 

                

 

 

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