wieder Klassenstammtisch


regenmacherinFazit unseres Klassenstammtisches( 4 x im Jahr)

Immerhin haben sich 13 Personen getroffen. Die meist Grauhaarigen Frauen für ihr Alter gepflegt und gut aussehend, die Männer lassen da zu wünschen übrig. Mein Eindruck, dass irgendwie aber alle mit dem Älterwerden zu tun haben. Einige glauben immer noch sie müssten sich im vorgegeben                         „ Konkurrenzdenken“ üben, das Erheben über andere, deren Lebensentwürfen, in gekonnten Selbstdarstellungen schwelgen, sich über ihre früheren längst vergangenen Berufe oder Elternhäuser definieren, jedenfalls sehr romantisierte Darstellungen, genauso wie es eben auch gut und bewundernswert klingt.Mehr Wunschdenken, eine gewisse Realitätsverweigerung. Aktivitäten werden besonders von den Männern bevorzugt, meist sportlicher Art, oder sich gerne in die Tageszeitungen drängen, der eine mit sonderbaren Kritiken, der andere mit Kunstbeflissenheit, oder mit seltsamen Gedichten, wiederum welche durch ehrenamtlicheTätigkeiten brillieren wollen. Dann diejenigen die irgendwie unscheinbar sind, da sie nicht diese Form der Selbstdarstellung beherrschen, und wiederum einige bei denen die Krankheiten einen großen Raum einnehmen. In kurzen Einzelgesprächen erfährt der andere vielleicht etwas über das Alltagsleben,die Realität und über eine gewisse Nachdenklichkeit. Stelle fest, dass die meisten sehr selbstbezogen reden, und natürlich genau wissen wie die Welt funktioniert, nicht andere Meinungen hören wollen und schon gar nicht zuhören. Mann oder Frau gibt sich als Weltbürger, obwohl nicht sehr viel von der Welt gesehen, vielleicht auch nur im üblichen Schnelldurchgang, die Reisen in die Länder „ abgehakt“ ohne zu hinterfragen, darüber nachzudenken. Die Reiseberichte klingen alle wie aus dem Reisekatalog. Die Kategorien, Schubladen, in die wir während der gemeinsamen Schulzeiten gesteckt wurde, bleiben bestehen. Wie unsinnig danach einen Menschen zu sehen oder gar zu beurteilen, ohne Kenntnisse darüber, wie sein Lebensweg verlaufen ist. Ungeduldig, etwas festgefahren, vielleicht auch etwas unflexibel, mehr oder weniger beeinflussbar, ergibt sich mit zunehmendem Alter, prägt sich mehr aus, was früh angelegt wurde, eine gewisse Undifferenziertheit und Pauschalisierung stört  mich persönlich immer noch.  

Für Afrika intersiert sich keiner der Anwesenden, oder es wurde mal kurz gestreift, die Vergesslichkeit scheint auch zuzunehmen, anderen zuzuhören fällt zunehmend schwerer. Oder über Kunst, wäre ein diskussionswürdiges Thema, entweder hat man sich nicht damit beschäftigt oder aber man weiss alles darüber. Auch über Literatur wird nicht geredet, auch nicht von den “ Literaturbeflissenen“. An unserer Schule waren das wichtige Themen, auch Afrika spielte eine Rolle, unser Gymnasium trägt immer noch den Namen Albert Schweitzers. Kulturelle Themen werden immer enger gefaßt und auch gerne pauschalisiert. Die neuen Medien entweder verteufelt oder natürlichvon den meisten genutzt. Kurze oder längere Monologe werden geführt, das betrachte ich nicht als das Wesen einer Unterhaltung oder eines Gedankenaustausches. Liegt es daran, daß viele ehemalige Lehrer dabei sind, die den Frontalunterricht gelernt haben, oder an mangelnder Geduld, oder übennehmen wir  die Talkshowdebatten, die nach bestimmten Mustern ablaufen? Will man sich beflissen und klug geben? Oder einfach nur „statements“abgeben, wie es “ neudeutsch“ heißt, einfach auch etwas zu sagen haben, viellleicht modern wirken?? Ohne eine geschickte Moderation scheint es nicht mehr zu funktionieren, daß ein jeder zu Wort kommen könnte.Mir persönlich scheint einiges verloren zu gehen. Abgelehnt wurder der Vorschlag daß jeder mal ein Thema mit kurzer Einleitung vorschlagen könnte.  

 

 


 

 

 

 

 

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8 Kommentare zu „wieder Klassenstammtisch“

  1. Vielleicht wäre es bei solchen Teffen besser, ein Thema vorher anzugeben? Jedesmal könnte ein anderer solch einen Themenabend gestalten. ZB als eine Art Symposion: wer etwas zum Thema vorbringen kann und möchte, hat eine gewisse Redezeit… Smalltalk und das oberflächliche Sich-Selbst-Darstellen sind bei unstrukturierten Klassentreffen sonst wohl unausweichlich. LG

    1. Bin mit einem anderen zusammen die Initiatorin dieses Klassenstammtisches,zu hohe Erwartungen sollte man
      nicht haben. google sagt dir ja alles über Afrika!!!!!!!lach!!!!

  2. ..da kann ich dir nur zustimmen,hatte vor ein paar Jahren ähnliches erlebt!
    hatte Schwierigkeiten mich in dieser Gruppe zu integrieren…

    1. danke dir Sarah, verstehe das nicht ganz, gut ein jeder stellt andere Ansprüche an solch ein Treffen, klar, trotzdem
      war ich verwundert über so eine Haltung von gebildeten Menschen, egal welcher „Couleur“ daß sie mit „smalltalk“ zufrieden
      sind, es reicht offensichtlich den meisten. Wir sind vielleicht auch gewisse Außenseiter, da wir wirklich kreativ arbeiten und genauer hinhören oder schauen.Neu denken, immer wieder……

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