„Peanuts“


Erdnüsse…..“peanuts“

in Afrika unterwegs hatten wir bereits gelernt, wie Palmschnaps hergestellt wird, die Palmfrüchte zu rotem Palmöl umgewandelt wird, leckere Soßen damit zubereitet werden, wie Batikstoffe hergestellt werden, den Kokossaft aus der Kokosnuss getrunken, aus Baumholz  das Kanu entsteht und wundervoll geschnitzte Figuren und Masken.Die Trommeln mit Ziegenleder bespannt und diese eindringlichenTöne erzeugen kann. Unser Reiseführer „Sehouna“ erklärte uns,warum kleine Parzellen immer wieder abgebrannt werden, um den Boden neu bepflanzen zu können und dass es den Boden zur Erholung gut bekommt. Damit konnte sich ein “ Besserwisser “ ein Tourist nicht abfinden und erklärte in überheblicher Weise, dass wir Europäer das ja sehr viel besser wüssten, wie es richtig in der Landwirtschaft zu machen sei. So diskutierten wir darüber, der Afrikaner „Sehouna“ lächelte nur. Als nächstes wollen wir die Erdnussfelder besichtigen, ein früher wichtiges Exportgut nach Europa.Wir waren schon an Erdnussbergen vorbeigefahren, die zur Verladung aufgehäuft waren. Auch auf jedem regionalen Markt wurden diese kleinen grünen Erdnüsse angeboten, die so frisch geerntet so gar nicht unserem verwöhnten Gaumen als lecker empfunden wurden, die werden geröstet,da hatten wir aber noch keine Ahnung, wie die afrikanische Küche funktioniert. So fuhren wir über Land, bis zu einem Feld, auf dem gearbeitet wurde. Aus trockener Erde sahen wir die kleinen grünen Sträucher, recht unspektakulär, aber wir sahen keine Früchte daran hängen.Unüberlegt, gedankenlos war keinem von uns bewusst, dass der Name “ Erdnuss“  andeutet, diese kleinen Nüsse reifen in  derErde heran, wie die großen Yamswurzeln, allerdings klein und fein. Geröstet, gemahlen, zu Öl verarbeitet für die berühmte Erdnusssoße unentbehrlich. Peanuts……eben…….

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frische-erdnusse_vgnDieses Bild habe ich mir aus dem Internet ausgeliehen, ist nicht “ Sehouna “ da ich kein eigenes Photo in meinem Archiv gefunden habe.

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10 Kommentare zu „„Peanuts““

  1. Ich kann euch nur zustimmen.
    Meine Reisen gingen nach Gabun und Nigeria in 1999 und 2007. Und was ich da an Freundlichkeit, Bescheidenheit und Erfindungsreichtum erlebt habe, das übertraf meine Erwartungen bei Weitem.
    Ich war da jeweils privat in der Familie meines damaligen Mannes untergebracht. Und es war unvergesslich bis heute. Meiner Meinung nach sollten viel mehr Leute mal in ein afrikanisches Land reisen und dort unter Einheimischen leben. Dann verstünden sie diese Menschen besser. Und sie könnten auch nachvollziehen, warum gerade junge Leute ihr Glück im Ausland (bei uns z.B.) suchen.

    1. Ach ja…. habe ich vergessen. Peanuts in frisch, also weder gekocht noch geröstet finde ich sehr lecker. Sie erinnern mich an Erbsen, direkt aus der Schote. Ich hätte gerne wieder mal die Gelegenheit sowas zu essen.

    2. danke für deinen comment,ein privater Einblick bietet natürlich andere Möglichkeiten,
      je nach Situation auch schon mal anstrengend, da immer Großfamlilien für uns u.U. ungewohnt.
      Freut mich, daß du viele schöne Momente erlebt hast, so etwas bleibt, die Männer können
      tun und lassen, was sie gerade wollen, ehetauglich in unserem Sinne weniger, klar es gibt auch
      immer Ausnahmen.

  2. Die Überheblichkeit der Europäer – da sagst du was! Ich hab kaum je so viel gelernt wie in meinen 2 Jahren Afrika. Wir können uns da eine Menge abgucken an Erfindungsreichtum, Mitmenschlichkeit, Geduld – und nicht zu vergessen: ganz viel Lachen 😀

    1. du hast 2 Jahre in Afrika gelebt, in welcher Ecke denn….. ja, das Lachen
      kann sooo guttun, vieles habe ich gelernt, etwas Bescheidenheit und Achtung
      und Respekt den Menschen auf diesem Kontinent, könnten vieles verändern.

      1. Ich habe etliche afrikanische Länder bereist, besonders in Westafrika und im südlichen Teil des Kontinents. Gelebt habe ich in Malawi, ist aber schon eine Weile her …

      2. mein Domizil lag die letzten 20 Jahre im Senegal, zu Beginn meiner Afrikafaszination
        hatte ich auch Malawi im Blickfeld und schon Kontakte aufgenommen, über einen Pfarrer,
        seinen Verwandten, dort hörte ich zum ersten mal diese Musik (ketchua) eine Musikkasette
        besitze ich heute noch und höre sie sehr gerne, umkreiste dann Afrika, (Inseln) um dann
        endlich zu wagen, den Kontinent besser kennenzulernen, neu zu entdecken.z.b. auch Kamerun…..etc.
        liegt auch bei mir jetzt zurück……

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