Fruchtbarkeitssymbole


Fruchtbarkeitsrituale

Angeregt durch Gerdas Post über afrikanische und andere Kunstdarstellungen denke ich über das Thema Mutter/Kindnach. Vielfältig fließen die Gedanken dazu. Die Erziehung,die Beziehung zwischen den beiden ein hochinteressantes Thema, was eigentlich bei allen Müttern in ihrer ursprünglichen Form vorhanden sein sollte.Das Thema, über das ich etwas berichten kann, heute aber meine Beobachtungen und Gedanken in der afrikanischen Gesellschaft.Die Darstellungen in Form der Skulpturen, der Holzfiguren,der aus Ton gebrannten, oder auch der in Metall gegossenen,verlorenen Formen, die in Afrika meist von den Männern erstellt werden, sind sehr oft mystisch verschlüsselt, erkennt man beim Betrachten die Schönheit der Formen, die Ehrerbietung gegenüber den Müttern, die gebären und neues Leben schenken. Eine Frau, die viele Kinder geboren hat, besitzt ein hohes Ansehen in diesen vorhanden Strukturen der Gesellschaftsformen. Die Zugehörigkeit zu bestimmten ethnischen Gruppen stark und mächtig. Tätigkeiten, Fertigkeiten, Verhaltensweisen werden diesen Gruppen zugeordnet und verbinden auch über weite Entfernungen. Im Ausland bezeichnen sie alle als „Brüder“ durch diesen kulturellen Hintergrund.Wir vergessen gerne, das dies durchaus auch in unserer Denkungsweise noch häufig vorhanden ist. Siedlungsgeschichte etc.Unter  afrikanischen Männern entsteht noch eine stärkere Bindung durch die Männlichkeitsrituale, in machen afrikanischen Ländern, leben die Jugendlichen einige Monate zusammen, unterziehen sich dem Ritual der Beschneidung innerhalb der Gruppe. Sie müssen ihre Stärke beweisen,ehe sie in die teilweise „Geheimbünde“ aufgenommen werden und ihreManneskraft zeigen. Die Männlichkeit ist sehr ausgeprägt, die Macht der Männlichkeit betont zur Schau getragen.Die Frauen wiederum erlangen geheimere Macht, wenn sie fruchtbar sind, wobei dieses Ritual in unseren Augen anders gedeutet und interpretiert wird. Die Kindersterblichkeitsrate ist immer noch hoch, das Leben der Frauen bei Geburten durch bestimmte negative  Faktoren beeinträchtigt. Die Frauen erobern sich ihre Bereiche, stärken sich gegenseitig, da sie im Umfeld der Organisation im häuslichen Bereich wachsen und auch ihren Einfluss geltend machen. Häufig durch Abwesenheit der Männer, die eher nomadisch umherziehen,um Gelegenheiten für eine Arbeit sich bemühen, je nach Ausbildung. Rituale, Gebräuche, Feste, auch religiöse tragen zum Zusammenhalt des Dorfes bei. In den großen Städten gehen die häufig unter, treten in denHintergrund. Musik und Tänze werden weiter bestehen, sich aber auch wandeln.Das Verhältnis Mutter – Kind, meiner Beobachtung nach ein völlig anderes als in unserem Kulturkreis. Die Bindung von Jungs zu ihren Müttern erscheint mir intensiver zu sein, da Söhne sich verpflichten, sich um die Mütter oder Geschwisterzu kümmern. Der Erstgeborene Sohn übernimmt hat moralische auch finanzielle Pflichten, Regelungen, die innerhalb der Familie ausgehandelt werden. Auch die „Dorf-oder Clan-Ältesten“ haben einen großen  Einfluss auf die Erziehung. Die kleineren Kinder werden von den älteren Kindern angeleitet.Konflikte die daraus entstehen, z.B. ausgesprochenen oder unausgesprochene Flüche, vom Heiler oder diesen Respektspersonen aufgelöst.Der Geist der  Ahnen werden meist einbezogen, zum Guten wie auch zumSchlechten. Äußerst kompliziert und nicht durchschaubar, meist aber wirksam.Die Kinder wachsen oft bei Verwandten auf, die etwas mehr besitzen, das Schulgeld bezahlen können oder gute Verbindungen zu Bildungseinrichtungen oder regierungsnahe Verknüpfungen pflegen, gewisse Vorteile haben bzw. sich erhoffen. Genauer betrachtet stelle ich oft fest, dieses Geflecht , dem Unsrigen in gewisser Weise sehr ähnlich. Bei der Verheiratung der Mädchen spielt auch die ethnische Zugehörigkeit noch immer eine große Rolle. Von denälteren Frauen des Clans gestaltet, vereitelt oder befördert.Die Marabouts, die Imame unterstützen die Gemeinschaften, helfen bei Schwierigkeiten, mildern oft Armut.Wo diese Einflüsse nicht greifen, zerfallen auch diese grundlegend positiven Seiten, die Gemeinschaften lösen sich auf. In der Fremde wird wieder darauf zurückgegriffen.

 Die Fruchtbarkeitsrituale dienen dem Erhalt der Clans, Kinder sind die Versicherungen, Mädchen unterstützen den Haushalt, Jungs später als Männer sorgen sie für Nachwuchs. Es gibt keine Altersheime, wenig Krankenhäuser, keine Krankenversicherungen, kein geregeltes Einkommen,oft auch kein Dach über dem Kopf, außer einer kleinen Hütte.Hunger, Krankheiten, Armut, in den Städten auch Kriminalität bestimmen den Alltag. Kinder groß zu bekommen, durchzubringen, erfordert vielseitige Anstrengungen und Kraft auf vielen Ebenen, für mich mit bewundernswerter Geduld. Mit Gelassenheit und Fröhlichkeit, auch ohne viel Geld, klappt es irgendwie. Für Kinder kann es mehrere Bezugspersonen geben, immer und überallkennen wir die Bilder mit den Kindern mit Tüchern eng an die Mutter gebunden. Der Kindergarten der Hof, die Strasse ,das Feld, der Markt, die Nachbarschaft.Viele Kinder gehen nicht regelmäßig oder gar nicht in die Schule, wegen den großen Entfernungen. Sie lernen in ihrem Umfeld viel für ihr Leben und erfahren meist früh die Härten des Alltags. Leider auch sind sie der häuslichen Gewalt ausgesetzt hinter den Mauern geht es nicht immer friedlich zu. Allerdings haben sie doch mehr positive Vorbilder als in unseren westlichenGesellschaften. Natürlich gibt es auch die verlorenen Kinder, die sich irgendwie durchlagen müssen, hauptsächlich in den großen Metropolen. In einigen Regionen herrschen sehr strenge Erziehungsmethoden. Kritisch sollten wir dies überall hinterfragen und wo möglich, auch eingreifen. Die Kinder brauchen Orientierung und gute Vorbilder. Eltern, erwachsene Menschen sollten dies vorleben.Die meisten afrikanischen Kinder kommen nicht in den Krankenhäusern zur Welt, sondern in der Hütte, im Haus, umgeben von erfahrenen Frauen.Wenn die Männer anwesend, habe ich viele liebevolle Väter und Mütter beobachten können. Die Kinder gestalten unsere Zukunft, auch in Afrika.

 

 

 

 

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6 Gedanken zu “Fruchtbarkeitssymbole

    1. vielen Dank Myriade,Gedanken, Beobachtungen zu formulieren, zusammen zu fassen,
      auszugraben, mitzuteilen, nutze Notizen, Bilder, Bilder im Kopf, die hängengeblieben,
      und freue mich, wenn dieses gerne mitgelesen wird. So auch oft durch das Lesen deiner
      Beiträge über ein Thema, angeregt.

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