Fortsetzung


kamerun5-001

9.Tag – Fortsetzung

Bafoussam – Foumban – Bamoun- Fahrt nach Garua

Eine mittelgroße Stadt, die ich als freundlich in Erinnerung habe.Ein kleiner Flusslauf, überall grün und viele Malvengewächse, wild wachsende Flamingoblumen, Weihnachtssterne, und andere exotische Gewächse. An einen Spaziergang durch den freundlichen Ort kann ich mich noch erinnern.Danach fahren wir weiter, Richtung Mandara- Berge, Übernachtung in Rumsiki.

10.Tag- Rumsiki

Früh am Morgen höre ich einen betörenden Gesang, entdecke dann Frauen im Gänsemarsch, die singend auf einem Pfad entlang gehen, begleitet von kleinen Zupfinstrumenten, vermutlich in Richtung der Felder, wo sie dann den Tag über arbeiten werden. Dies wird den  Tag beflügeln. Dort können wir sehen, wie das Hirsebier gebraut wird, wir besuchen die traditionellen Weber, archaisch im Freien sitzen, Männer und Frauen, mitten drin die Kinder. Eine friedliche Welt, eine nützliche Arbeit. Wie aus Ton geformte Gefäße kunstvoll geformt werden (schwarze Vulkanerde) und dann in der Erde gebrannt werden. Faszinierend betrachten wir diese kunstvollen schwarz gebrannten Kunstgegenstände.Ruhig, fröhlich verrichten die Menschen ihre Arbeit. Die Felder werden bestellt,die kleineren Kinder auf dem Rücken der Mütter, sind  immerund überall dabei.Es gibt sehr viel zu sehen, zu lernen, zu betrachten bei diesen Ausflugszielen.Am Abend, Tanzdarbietungen, wir tanzen mit den einheimischen um einen Baobabbaum, die Stimmung innerhalb der Reisegruppe bessert sich wieder.

  1. Tag WAZA – Tierpark – Wildbeobachtungen

Daran kann ich mich noch gut erinnern. Lange Strecken im Bus, die wir zurücklegen. Auf dem Parkplatz des Wildparks angekommen, am späteren Mittag sind die Tiere gut zu beobachten, wenn sie sich zur Futterstelle bewegen. Die Temperaturen sind noch immer hoch, im Bus werden wir noch mit Snacks und Getränken versorgt, dann treibt unser Reiseleiter uns wieder zur Eile an, gibt noch einige wenige Anweisungen. Grasland, Büsche, Bäume, Tiere sehen wir erstmal keine. Die Reisegruppe, nicht sehr gut vorbereitet für einen solchen Marsch, schleicht hinter dem Reiseleiter her, der wie ein Kolonialbesitzer mit nacktem Oberkörper, rauchend hinter uns läuft, uns im Blick hat. Einige ältere Herrschaften sind am Bus zurückgeblieben, da dieser Marsch beschwerlich ist und sich hinzieht.Wunderschöne Antilopen, Vögel, wilde Pflanzen, in der Ferne Giraffen, die uns längst entdeckt haben und gelassen auf uns runterschauen, dann plötzlich eine große Herde von mindestens 15 Elefanten, groß, alt grau und ziemlich ehrfürchtig. Hinter großen Bäumen in entsprechender Entfernung versteckt, können wir diese wunderschönen Tiere gut beobachten. Von ihrer Futterstelle ziehen sie sich gerade zu ihren Schlafplätzen zurück, wollen nicht gestört werden. Die letzten Reste in meiner Colaflasche verteilen wir, jeder noch einen Schluck, da dieser Marsch anstrengend ist, heiß und die Teilnehmer teilweise ohne Schutz vor der Hitze losgezogen sind, und wir den gleichen langen Pfad wieder zurückgehen müssen. Am Bus angekommen, völlig fertig, die Dämmerung verbreitet sich schon,fehlt ein älterer Teilnehmer, er wollte nicht den Anweisungen folgen, der Busfahrer konnte ihn nicht davon abhalten, spazieren zu gehen und der Mann hört auch noch schlecht. Seine Frau sorgt sich sehr. Die Situation ist nicht ganz ungefährlich. Nach einer halben stunde haben ihn die Männer gefunden und wir fahren noch immer aufgeregt zum Basis-Camp zurück. Die schwarze Nacht fängt uns ein.

 

  1. Tag – Kousserie

sehe ich noch vor mir, den frühen Morgen, noch nicht heiß, gehe ich vor das Tor, um mir die Füße zu vertreten. Keine gute Stimmung schon beim schmalen Frühstück, weil ich das Verhalten des Reiseleiters kritisiert hatte, die anderen aber nie wagten seine Benehmen zu hinterfragen. Wenig Aktivität auf dieser Strasse, sandig, ab und zu eine Person. Plötzlich rennt ein Junge auf die andere Seite, weint und schreit, der Vater hinterher, verdrischt den Jungen dermaßen, dass ich total geschockt zusehen muss, wie er in auch mit seinen Füßen traktiert, bis eine frau angerannt kommt, und Einhalt bietet. Dieses Bild hängt mir im Magen, da ich hier im islamisch geprägten Norden als Frau mich hier nicht einzumischen habe. Diese Gewalt am frühen Morgen begleitet mich den ganzen Tag. Danach wieder Busfahrt und Besichtigung einesgroßen Marktes. Lange unterwegs auf staubigen Strassen.

  1. Tag – Maroua

Hotel mit Swimmingpool und Disko, großem Hotelgarten, wir sind ständig dabei umzupacken, da je nach Programm, die zweckmäßige Kleidung benötigt wird. Hier trifft man auf internationale Gäste, wir wachen wieder auf, die Klimaanlagen surren und unsere Gruppe ist wieder guter Stimmung, morgenfrüh fliegen wir zurück nach Douala in ein Hotel am Meer, wo wir noch 2 Tage zur Entspannung und Vorbereitung auf den Rückflug treffen. Diese 2 Tage lässt sich der Reiseleiter nicht blicken, auf den ich immer noch nicht gut zu sprechen bin. am Abend vor der Rückreise taucht er nochmals auf, findet sich unheimlich gut, rechnet ab und bekommt auch noch eine Menge Trinkgeld, von mir allerdings nichts. dann verschwindet er schnell und geräuschlos, er würde am nächsten Morgen zur Rückfahrt Flughafen uns am Bus wieder treffen. Darüber werde ich noch berichten, es lief wieder nicht glatt.

15 Tag  – Busfahrt zum Flughafen

Frisch herausgeputzt sitzen wir beim Frühstück und warten auf den Reiseleiter, da wir pünktlich den Rückflug antreten müssen. Wir warten und warten. Versuchen ihn vergebens zu erreichen. Er hat ja unsere Pässe, ohne die wir nicht ausreisen können. Jetzt werden doch alle etwas nervös. weiter warten.Endlich taucht er auf, wir fahren los. Auf halber Strecke haben wir noch eine Reifenpanne, der Fahrer und sogar der Reiseleiter kriechen unter den Bus, denn jetzt wird es knapp mit der Zeit. Alle kommen ins Schwitzen, denn alle wollen jetzt zurück nach Paris, die gebuchten Anschlussflüge sollten auch noch möglich sein. In Paris zerstreuen alle Teilnehmer und verspätet sitze ich dann im Flugzeug wieder nach Hause. Dort erwarten mich schlechte Nachrichten. Die Reise tritt erst mal in den Hintergrund.

 

 

 

 

 

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