Nachbarn in Afrika


farbe rot

Nachbarn in Afrika

angeregt durch Corinas Nachbargeschichte, schreibe über meine afrikanischen Nachbarn. Durch Mauern getrennt, aber nicht abgeschottet, beobachten sich auch hier die Nachbarn, wie überall, zumal einige Ausländer darunter sind. Gartenseite – Fathou. Ihr Cousin mit Familie wohnt nebenan.Ihn hört man selten, aber die Stimme von M`Baye höre ich oft,wenn sie den Kindern Anweisungen gibt oder zur Ordnung ruft. Jeden Morgen fegt sie den sandigen Hof, dann hängt sie Wäsche auf, putzt das Haus, geht auf den Markt, um einzukaufen. Am Spätnachmittag trifft man sie in der kleinen Strasse des Viertels, wo sie an einem einfachen Stand Obst,Selbstgebackenes, oder allerlei andere Dinge verkauft. Ihre Laune ist sehr unterschiedlich, wenn ich sie freundlich begrüße,ergibt sich meist ein kurzes Infogespräch. Die anderen Frauen begegnen ihr respektvoll. Eine tüchtige schlanke Frau, die alles im Griff zu haben scheint. Einige Zimmer auf ihrem Compound vermietet sie an sog. Wander-Arbeiter die nur zeitweise in der Gegend sind. Am Abend, wenn es etwas kühler wird, sitzen sie vor den Türen, unterhalten sich leise und trinken Tee zusammen.Von der oberen Terrasse aus, habe ich das Geschehen im Blick, bei Fathou brennt auch noch Licht.Die Nachbarn auf der rechten Seite, wieder neue Besitzer, sehe ich selten,weil wir uns nicht  zur selben Zeit Senegal aufhalten. Aber der Verwalter mit Familie ist immer noch derselbe, sie wohnen im kleinen Anbau.Was dort vor sich geht, beobachte ich natürlich auch. Auf der anderen Straßenseite, das große Anwesen eines Franzosen, wenn er zugegen war, ging es  immer rund. Autos kamen an, Autos  fuhren weg,viele Besucher  gingen ein und aus. Jetzt steht es leer, verkauft.So sehe ich auch Ibrahim nicht mehr, der dort gearbeitet  und wenn Not an Mann war, mir geholfen hat. Eine Vertrauensperson, die man sich sehr sorgsam aussuchen sollte. Daneben das große Haus eines reichen Senegalesen, ziemlich neu, gepflegt vom Verwalter, steht auch leer. Aber seither ist alles hier sauber und ordentlich, und beleuchtet, was meine Sicherheit erhöht. Die Nachbarn auf der linken Seite kenne ich jetzt nicht mehr, kenne nur den Gärtner Mammadou, da er früher im Hotel gearbeitet hat.Ab und zu wird dort wohl vermietet, für mich auch nicht direkt einsehbar, also wiederum ein Schutz, weil umgekehrt, ich auch nicht so leicht beobachtet werden kann.Anders gesehen, werde auch ich beobachtet, wenn ich ankomme, kommt siealleine, wie lange bleibt sie, was macht sie, wer kommt zu Besuch, streitet sie sich mit Abou, wird der Garten wieder in Ordnung gebracht, sie hört Musik, sie fährt mit dem Taxi weg, sie malt, sie kontrolliert den Garten, alles ist gut, sie trinkt mit Abou „ schai“, es wird gekocht, geputzt,Abous Frau mit den Kindern ist zu sehen.Am Anfang hat die Nachbarin M*baye  Abou nicht respektiert und auch mit ihm gestritten und ihn kritisiert. Versuchte zu vermitteln, bestelle  „Fattayas“ bei ihr leckere gefüllte Teigtaschen, entschuldige mich. Die unmittelbaren Nachbarn sind sehr wichtig, da sie auch einen gewissen Schutz bieten, wenn Frau alleine  im Haus ihre Zeit verbringt. Man sollte gut mit ihnen auskommen.Denn wenn ich abwesend bin, sind sie es, die acht geben, ob Abou sich blickenlässt, nach dem Rechten schaut, kontrolliert, es ist ihr Viertel, Ihr Lebensumfeld, werfen dann auch einen Blick auf mein kleines Anwesen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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